So kann das ja nichts werden mit dem Roman! Ständig will einer was von mir. Irgendwelche Freunde, die mich nötigen, Bier mit ihnen zu trinken und die ganze schöne Zeit verlabern. Oder noch schlimmer: Familie. Was kann ich denn dafür, dass ich mit denen verwandt bin! Ständig müssen die ihre Geburtstage feiern. Dann laden sie mich ein und erwarten von mir, dass ich mich auch noch darüber freue. Dabei wohnen die an den entlegensten Orten. Gut, dann kann ich wenigstens im Zug schreiben. Aber jetzt muss ich auch noch in den Urlaub. Nach Afrika!

nashorn

Schöner Mist. In der Kalahari finde ich bestimmt keine Steckdose für meinen Laptop. Und selbst wenn ich irgendwo ein zurückgelassenes Solarpanel finde. Wie soll ich mich aufs Schreiben konzentrieren, während ich zwischen Löwen und Hyänen um mein Leben fürchte?

Ich sag Euch, als Schriftsteller hat man es nicht leicht. Ständig versucht die Welt einen an der Arbeit zu hindern.

Deshalb hab ich jetzt eine neue Strategie: die Strategie des minimalen Widerstands. Soll die Welt doch mal probieren mich am Schreiben zu hindern, wenn ich es gar nicht versuche. Ha! Versuchsdauer: 3 Wochen

Bis dann.

P.S.: Falls Ihr nichts mehr von mir hört, hab ich mir das Nashorn von zu nahem angeschaut.

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