Herr F. hat eine Anmerkung an meinen Brief geklebt. Er schreibt:

Wenn unter 10 Terroristen die versehentlich ins Land gelassen wurden einer auf dem Striezelmarkt oder im Dynamostation eine Bombe zündet was dann?

Sollten Sie einmal die Verantwortung für Kinder tragen werden Sie sicher eine andere Meinung haben.
Sehr geehrter Herr F.,

auch wenn ich noch keine Kinder habe, kann ich Ihr Bedürfnis Ihre Lieben in Sicherheit zu wissen sehr gut verstehen. Ich möchte auch keinen meiner Brüder oder meine kleine Schwester verlieren. Und natürlich sorge ich mich wegen der Gefahr von Terroranschlägen. Aber wir können unsere Familien ohnehin nicht vor allen Gefahren des Lebens schützen. Jährlich sterben etwa 5000 bis 10.000 Menschen an Grippe. Im Winter 2008/2009 zählte das Robert-Koch-Institut sogar 19.000 Grippetote in Deutschland. Darüber gerät kein Mensch in Panik. Letztes Jahr gab es 3368 Verkehrstote in diesem Land, doch niemand käme auf die Idee, deshalb Autos verbieten zu wollen.

Ja, Terroranschläge machen Angst, aber es wäre traurig, wenn wir vor lauter Furcht, die Menschlichkeit aufgeben würden. Denn dieser Preis stünde in keinem Verhältnis zu dem bisschen mehr an Sicherheit, das wir erhielten.
Hochachtungsvoll

Maximilian Schwarz

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